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Erziehungstipps für Eltern

Erziehungstipps für Eltern

Vorbemerkungen:
Vielleicht finden Sie die hier aufgeführten Erziehungstipps überflüssig, da diese für Sie selbstverständlich und bekannt sind. Das ist dann gut so. Überlesen Sie diese einfach! Aber unsere langjährige Berufspraxis zeigt immer wieder, dass Kenntnisse, die von uns als bekannt vorausgesetzt werden, keineswegs allgemein bewusst sind. Vielleicht findet man ja auch zwischen vielem, das Sie bereits wissen, das eine oder andere Samenkorn, das doch noch neu für Sie ist und zum Blühen gebracht werden möchte.
Deshalb finden sich hier gelegentlich neue Hinweise, die wissenschaftlich abgesichert sind und Anregung für eigenes Handeln sein können.

Erziehungsprinzip:
Beachten Sie bei Ihrer Erziehung den folgenden Grundsatz: "Erlauben Sie Ihrem Kind nichts, was Sie ihm später unter Mühen wieder abgewöhnen müssen." - und zwar von Anfang an! Setzen Sie klare Grenzen und seien Sie konsequent! Aber erklären Sie ihm immer und begründen Sie, warum Sie bestimmte Verhaltensweisen erwarten bzw. auch verbieten!

Tipp zum Stichwort "Erziehung ohne körperliche Gewalt!"


(Dezember 2008)

Erziehung ohne körperliche Gewalt ist sinnvoll und möglich! Dies sei den Menschen gesagt, die körperliche Züchtigung als Erziehungsmittel anwenden. Meist sind diese selbst als Kinder Opfer geworden und wenden beispielsweise Schlagen als Erziehungsmittel bei ihren eigenen Kindern an, weil sie es selbst nicht anders gelernt haben. Man kann sich selbst jedoch jederzeit ändern - notfalls auch mit professioneller Hilfe! Dafür muss man selbst aber zu der Überzeugung gelangen, dass es möglich ist, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Ich rede hier nicht als pädagogischer Fantast, sondern als Vater zweier bisher weitgehend "gut geratener" fast erwachsener Kinder, die bisher erfolgreich ihren Weg gehen, ohne mit Schlägen erzogen worden zu sein.
Warum aber ist Erziehung ohne körperliche Züchtigung sinnvoll? Hierfür gibt es zahlreiche Gründe, die an dieser Stelle nicht alle aufgeführt werden können. Sie reichen von der geistig anregenderen sprachlichen Erklärung mit Begründung bis hin zur These "Prügelerziehung im Kleinkindalter ist eins der gefährlichsten Kriegslust-fördernden Mittel" (Christa Mewes: "Geheimnis Gehirn", S. 272).
Zugegebenermaßen ist körperlich züchtigungsfreie Erziehung sprachlich anstrengender, weil man sich viel mehr mit seinen Kindern beschäftigen muss. Man wird dafür jedoch mit intelligenteren Jungen und Mädchen beschenkt, die in einer deutlich anregungsreicheren Umgebung aufwachsen als diejenigen, deren Erziehung sich in den Extremen des "laissez-faire" bzw. des "Befehls-/Gehorsamsmusters" bewegen.
"Je mehr die Kinder angesprochen und angeregt werden, umso besser entfaltet sich ihr Gehirn." Aber: "Überstimulation verzögert die Entwicklung ebenso wie unzureichende Anregung." (Christa Mewes: "Geheimnis Gehirn", S. 290) Merke: Balance! (Ausgewogenheit, ohne Drill!)


Tipp zum Stichwort "Kinderkrippenplätze"


(November 2008)

Kinderkrippenplätze werden von berufstätigen Eltern und Wirtschaftsvertretern gefordert. Die von Kinderkrippenplatzbetreuung betroffen ein- bis dreijährigen können sich dazu leider nocht nicht sprachlich äußern, außer durch ihr Geschrei, wenn sie morgens in aller Frühe aus ihrer vertrauten Umgebung gezwungen werden. Versuchen Sie, diese Art der Kinderbetreuung bis mindestens zum 3. Lebensjahr für sich und Ihre Kinder zu vermeiden. Denn keine noch so gute professionelle Erzieherin kann Ihrem Kind in kollektiver Betreuung die liebevolle Zuwendung geben, die Sie ihm als Mutter zu schenken vermögen.
"Je früher das Kind in die Krippe gekarrt wird, umso mehr verhindert das...eine stressfreie Hirnentwicklung."

(vgl. Christa Mewes: "Geheimnis Gehirn", Gräfeling 2005, S. 276 unten)


Tipp zum Stichwort "Freund und Partner des Kindes sein"


(Oktober 2008)

Vergessen Sie's! Ihr Kind will Sie nicht als Partner! Es möchte Sie als Eltern! Es möchte von Ihnen Orientierung bekommen und braucht Sie nicht als Freund, sondern als erwachsene Menschen, die ihm tragfähige Orientierungen im Leben mitgeben.

(vgl. Michael Winterhoff: "Warum unsere Kinder Tyrannen werden", Gütersloh 2008)


Tipp zum Stichwort "Entdeckendes Lernen"


(September 2008)

Entdeckendes Lernen ist manchmal gut, weil es z.B. die Eigenaktivität des Kindes fördert. Aber nicht alles kann selbst entdeckt werden, wie richtiges Verhalten im Straßenverkehr!!! Zeigen Sie Ihrem Kind Verhaltensweisen, die es allenfalls durch Zufall selbst entdecken könnte, wie beispielsweise angemessenes Verhalten bei Tisch (Tischmanieren) und erklären Sie ihm, warum dieses Verhalten wichtig ist. Bedenken Sie auch immer, dass Sie Vorbild sind! Kinder lernen beständig auch durch Beobachtung ihrer Eltern! Sie sind die ersten und wichtigsten Erziehungsverantwortlichen im Leben Ihrer Kinder! Diese Verantwortung haben Sie und diese können Sie nicht abgeben, weder an Kindertagesstätten noch an Schulen oder therapeutische Partner, wenn "das Kind erst einmal in den Brunnen gefallen ist".


Tipp zum Stichwort "Fernsehverhalten von Kindern"


(August 2008)

Sie sollten Kinder nur Sendungen schauen lassen, die für sie geeignet sind.
Grundschulkinder der Klassen 1 und 2 sollten zudem täglich nicht mehr als höchstens eine halbe Stunde fernsehen, Computerspiele spielen oder sich mit Spielkonsolen beschäftigen, weil die dortige schnelle Bildfolge zu schwerwiegenden Konzentrationsstörungen führen kann. Bei Dritt- und Viertklässlern kann dies geschehen bei einem Medienkonsum von täglich mehr als einer Stunde (durch Untersuchung von Medizinern belegt!).
Als Alternativen können Sie mit Kindern aktiv werden, z.B. bauen (lassen), malen, basteln, Ihnen kindgemäßes vorlesen, Ballspiele, Brettspiele spielen, miteinander singen, all jenes tun, was das Kind anregend fordert, ohne zu überfordern.
Nach Aktivitäten sollten Sie sie jedoch auch mal faul sein lassen, ihnen Entspannungsraum geben. Das schafft neue Kreativität. Viel Vergnügen!