Fächer und Leistungen

 
Gesamtunterrichtszeit in Wochenstunden für Klasse 1:
21-22
Klasse 2:
22-23
Klasse 3:
25-26
Klasse 4:
26-27
Deutsch, Sachunterricht, Mathematik, Förderunterricht 12 14-15 15-16
Kunst, Musik 3-4 4 4
Englisch 2* 2 2
Religionslehre 2 2 2
Sport 3 3 3

* beginnend im 2. Halbjahr des ersten Jahres

 

Unterrichtsprinzip an unserer Schule ist die Maxime Fordern und Fördern. Wir stellen den Anspruch an unsere Schüler, dass die in den Lehrplänen (gültig ab 01.08.2008) für die einzelnen Unterrichtsfächer festgeschriebenen Kompetenzerwartungen, was Schüler und Schülerinnen am Ende von Jahrgangsstufe 2 und 4 können müssen, von allen Kindern in sehr gutem bis ausreichendem Maße erreicht werden.
Dies bedeutet, dass wir sowohl gemeinsame Förderung – also Arbeit mit der ganzen Klasse – zum Zwecke der Erreichung der verbindlichen Kompetenzerwartungen (auch Frontalunterricht, wo er sinnvoll ist) als auch individuelle Förderung in offenen Unterrichtsformen (z.B. Freiarbeit, Wochenplanarbeit, Projektmethode, Werkstattunterricht sowie Individuelles Lernen mit System) mit den Methoden Einzelarbeit, Partnerarbeit sowie Gruppenarbeit praktizieren.
Ergänzend zum Unterricht gibt es an unserer Schule zusätzliche innere und äußere Differenzierungsmaßnahmen (Basis-Förderung zum Erreichen basaler Fähigkeiten für Erstklässler, die im Schulfähigkeitsprofil NRW erfasst sind, Migrantenkinderförderung). Kinder, deren Schulfähigkeit zusätzlicher Förderung bedürfen, werden stundenweise in Kleingruppen von einer Lehrerin betreut.

Voraussetzungen schulischer Leistungsfähigkeit:

Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit, Gedächtnis, Fleiß, persönliche Talente, um einige Mosaiksteine für erfolgreiches Lernen zu nennen, d. h. nicht jeder kann alles erreichen! Jeder von uns ist abhängig von persönlichen Voraussetzungen, die nachfolgend kurz erläutert werden sollen:

Intelligenz:

Intelligenz ist sowohl genetisch als auch sozialisationsbedingt. (klare Forschungsergebnisse aus Zwillings- und Hirnforschung). Sie entwickelt sich von Geburt an weiter. (Inzwischen gibt es sogar Forschungsarbeiten, die darauf hinweisen, dass diese bereits pränatal positiv beeinflusst werden kann./Bekanntes Beispiel: „Mozarthören“ im Mutterleib)

Die ersten 3 Lebensjahre sind dabei besonders wichtig. Eine anregungsreiche Umgebung (ohne Übertreibung!) fördert die kindliche Entwicklung. (Vielfältige anregungsreiche Gespräche mit Kindern, vielfältige Bewegungs- und Sinneserfahrungen, einfache Memory- und Puzzleübungen, aber auch Zeit zur Muße beim selbstvergessenden Spiel sind Beispiele wichtiger Erfahrungsfelder.)

Daran schließt sich die Phase an, in der die meisten Kinder Kindergärten besuchen (Alter 4-6 Jahre), wo sich die Förderung durch die Erzieherinnen/Erzieher fortsetzt, die für diese Altersphase speziell ausgebildet sind. Das heißt aber nicht, dass Eltern ihre Erziehungsaufgabe dadurch abgeben. Eltern bleiben immer mit hauptverantwortlich für die Erziehung! Diese Verantwortung kann nicht abgegeben werden. Das Elternhaus ist und bleibt primäre Sozialisationsintanz. Die Kindertagesstätten bieten den Kindern für ihre Intelligenzentwicklung wichtige weitere Erfahrungsfelder, insbesondere auch in sozialer Hinsicht, da sich dort das Kind als Teil einer größeren Gemeinschaft wahrnimmt. Was für die ersten 3 Lebensjahre an wichtigen Handlungsfeldern genannt wurde, gilt auch für diese Phase weiterhin. Schädlich für die Entwicklung in dieser und allen anderen Zeiten ist übermäßiger passiver Medienkonsum durch Fernsehen oder Computer-/Playstationspiele!

In der Grundschule setzt sich die Intelligenzentwicklung und Bildung auf der Grundlage der bisherigen Voraussetzungen des Kindes fort. Nun erfolgt eine gezielte Grundlagenbildung im Unterricht der Fächer. Aber bereits hier trifft die Grundschule auf Kinder mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen, die auch die Leistungsfähigkeit der Kinder in der Schule beeinflusst. Kinder, die bisher anregungsarm aufwuchsen, lernen hier schwerer als anregungsreich aufgewachsene Kinder. Bei anregungsarm aufgewachsenen Schülerinnen und Schülern kann Schule als sekundäre Sozialsisationsinstanz hier allenfalls noch etwas lindern, aber nicht mehr komplett heilen, denn auch in dieser Phase bleiben Eltern die primäre Sozialisationsinstanz, und in diesem Sinne erstrangig für die Entwicklung ihrer Kinder verantwortlich. Deshalb ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule für die Entwicklung der Kinder unabdingbar wichtig, ebenso wie diese auch schon bedeutsam bei der Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten war. Auch in dieser Altersphase (Alter 6-10 Jahre) ist übermäßiger Medienkonsum schädlich! (6-8-Jährige sollten nicht mehr als maximal eine halbe Stunde täglich, 9-10-Jährige nicht mehr als eine Stunde täglich Medien konsumieren!) Auch der Gebrauch von Handys in dieser Altersphase ist höchst fragwürdig! Aktive geistige Anregungen sind allemal besser als teilweise dumpfe Handyspiele.

Konzentrationsfähigkeit:

Auf die Problematik übermäßigen Medienkonsums wurde bereits mehrfach hingewiesen, weil dieser inbesondere die Konzentrationsfähigkeit von Kindern massiv negativ beeinflussen kann. Aber auch übertriebene Reizangebote ohne hinreichende Mußezeiten können hier schädliche Wirkungen zeigen. (Bsp. Überfüllte Terminkalender von Kindern) Förderlich hingegen sind all jene Tätigkeiten, bei denen sich das Kind selbst vergisst und sich intensiv über längere Zeiträume mit einer Sache beschäftigt. Vielfältige konkrete Anregungen findet man z.B. im Schulfähigkeitsprofil des Landes NRW, das an anderer Stelle auf dieser homepage teilweise angesehen werden kann.

Gedächtnis:

Hier sind alle Spiele förderlich, die das Gedächtnis trainieren wie Memory, Puzzle, Kinderreime, Lieder oder auch Vorlesegeschichten und vieles mehr.

Fleiß:

Natürlich gehört auch Fleiß zu einer erfolgreichen kindlichen Entwicklung. Dieser entsteht, wenn Freude und Erfolg das Lernen kennzeichnen. Dazu gehört aber auch Durchhaltevermögen, wenn sich Probleme stellen. Nicht sofort aufzugeben, wenn eine Problem nicht sofort lösbar scheint. Dazu gehört aber auch Ermutigung der Kinder durch Lehrkräfte und Eltern. Auch hier haben Eltern schon früh in der kindlichen Entwicklung eine hohe Bedeutung! Helfen Sie Ihrem Kind nur soweit wie nötig, aber sowenig wie möglich. Nehmen Sie ihm auf keinen Fall – auch wenn es durch Sie schneller geht -die Problemlösungen ab! Sondern unterstützen Sie es bei der Selbstlösung der Schwierigkeiten. So entsteht Selbstvertrauen und Selbstverantwortung. Sorgen Sie auch dafür, dass Ihr Kind nicht aufgibt, dass es angefangene Aufgaben – nicht nur schulischer Art, sondern alle – zu Ende führt. Das gibt das positive Gefühl etwas geschafft zu haben.

Persönliche Talente:

Nicht jeder von uns kann alles erreichen, denn jeder von uns entwickelt – beeinflusst von Schule und Leben- eigene spezifische Fähigkeiten und das ist gut so. Erst durch die Ausbildung eigener Talente kommt das Gefühl zu Stande, etwas besonders gut zu können und in der Gemeinschaft einen wertvollen Platz auszufüllen. Darin sollten Eltern und Lehrkräfte Kinder bestärken. Dazu gehört auch die besonderen Fähigkeiten jedes einzelnen Kindes zu würdigen und es auch unterstützend darin zu bestärken, dass es nicht alles können muss. Das Kind in der Wertschätzung eigener Talente zu unterstützen gehört zu unser aller Aufgaben.

(Beispiel: Es gibt Menschen, die mit Fleiß, Talent und viel Training Fußballprofis geworden sind und es gibt auch solche, die täglich den ganzen Tag trainieren könnten aber ohne entsprechendes Talent niemals ein guter Fußballer würden.)